Weitere Angriffe auf "Schmeiss mich raus"

Die negativen Schlagzeilen zur Show "Schmeiß mich raus", die derzeit von jaTV produziert wird, reißen nicht ab. So berichtet ein TV-Magazin von einem "skandalösen Umgang mit den Kandidaten". Diese würden über Knebelverträge von der Redaktion zu Aktionen gezwungen, welche sie freiwillig nie begehen würden.

Die Sendung begleitet vier Kandidaten, die sich bei vier Unternehmen für einen Arbeitsplatz beworben haben. Dort nehmen sie ohne das Wissen der Arbeitgeber an der täglichen Routine in der Firma teil und mogeln sich durch, ohne Fachwissen zu haben. Wer rausfliegt, ist raus aus dem Spiel - der letzte verbliebene gewinnt 5000 Euro.

Was die Knebelverträge angeht - das mag teilweise stimmen, je nach Sichtweise, dies ist jedoch branchenübliches Gebaren. Und da alle Teilnehmer an der Show volljährig und nicht entmündigt sind, sind sie geschäftsfähig und müssen eben die Konsequenzen aus der Teilnahme tragen.

Irgendein überbewertetes Nachrichtenmagazin tönt heraus, dass der Dreh der Einspielsequenzen mit der versteckten Kamera "rechtlich zumindest in einer Grauzone" läge und die Produktionsfirma daher noch mit einigem Ärger rechnen könne. Dieser Ärger wird sich aber alsbald relativieren, wenn jaTV mit bestimmten Aufnahmen aus den Firmen an die Öffentlichkeit geht - oder dies zumindest androht. Ein Schwerpunkt der Show ist es ja, sozialkritisch die schlechten Arbeitsbedingungen und das gierige Gehabe von Führungskräften darzustellen.

Und dann ist da noch ein Rechtsverdreher, der die Produktion zu gerne an die Kandare nehmen würde. Wegen Vorspiegelung falscher Tatsachen in den Bewerbungen an die entsprechenden Firmen. Also, so päpstlich muss man das ja auch wieder nicht sehen.

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